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Nissan 350Z Roadster Kaufberatung: Cabrio mit größter Sportlichkeit

  1. Die Geschichte des Nissan 350Z (2002 bis 2009)
  2. Die verschiedenen Modellvarianten des Nissan 350Z
  3. Preisentwicklung: Was kostet ein Nissan 350Z Roadster?
  4. Die Ausstattung des Nissan 350Z im Überblick
  5. Schwachstellen, Probleme und Unterhalt des Nissan 350Z
  6. Unser Fazit zum Nissan 350Z Roadster

Der Nissan 350Z Roadster ist ein Cabriolet, das nicht nur zum gemütlichen Cruisen einlädt: Der Sechszylinder-Sportwagen überzeugt mit einem Höchstmaß an Sportlichkeit, einem zeitlosen Design und größtem Fahrspaß. Damit hat er sich nicht nur in die Herzen der Nissan-Fans gefahren. Trotz seines Alters ist das Cabrio eine Empfehlung wert, wenn man die typischen Schwachstellen und Problemzonen kennt. Sie haben Interesse und möchten einen Nissan 350Z gebraucht kaufen? Wir helfen Ihnen weiter: Die Nissan 350Z Kaufberatung verrät, was Sie über den sportlichen Roadster aus Japan wissen sollten.

Die Geschichte des Nissan 350Z (2002 bis 2009)

Die Z-Reihe genießt bei Nissan eine lange Tradition: Im Jahr 1969 kam mit dem 240Z der erste Sportwagen auf den Markt. Mit dem Nissan 350Z folgte ab Mitte die vierte Generation, nachdem die Z-Serie eine zweijährige Zwangspause eingelegt hatte. Die Sportwagen, die technisch völlig überladen und preislich damit viel zu teuer waren, kämpften mit fehlender Nachfrage, die Nissan in eine finanzielle Krise brachten. Der Vorgänger des 350Z, der Nissan 300Z, lief im Sommer 2000 daher zunächst ohne Nachfolger aus.

Während Nissan über eine Fusionierung mit Renault verhandelte, wurde das Konzeptfahrzeug für einen möglichen Z-Nachfolger entworfen und präsentiert, das großen Anklang fand. Unter der Leitung von Chefdesigner Mamoru Aoki wurde schließlich ein endgültiges Konzept entwickelt, das später als Basis für den Nissan 350Z diente. Das Z-Konzept in orangefarbener Lackierung wurde 2001 auf der Detroit Auto Show präsentiert und sorgte bei den Nissan-Z-Fans für Jubelstürme. Kein Wunder, dass die Japaner an der Weiterentwicklung bis zur Serienreife festhielten.

Mit kleineren Änderungen ging der Nissan 350Z im Juli 2002 schließlich in den japanischen Verkauf, der Marktstart in Europa erfolgte erst im Oktober 2003, zunächst allerdings nur als Coupé. Der Nissan 250 Roadster folgte in Japan ab Sommer 2003, in Deutschland kam die Cabrio-Variante ab März 2005. Übrigens: Die Bezeichnung '350Z' wurde dem kultigen Japaner wegen seines Hubraums zugeteilt: Als Antrieb dient ein V6-Motor mit 3,5 Litern Hubraum, der in der Basis-Version bis zu 280 PS auf den Asphalt bringt. Der längs eingebaute Frontmotor mit Hinterradantrieb sorgt für eine gute Gewichtsverteilung mit Schwerpunkt kurz hinter der Vorderachse. Das sorgt in Kombination mit dem manuellen Sechs-Gang-Schaltgetriebe für maximalen Fahrspaß.

Bei der Entwicklung wurde bewusst auf Allradlenkung oder Turboaufladung verzichtet, um das Gewicht des Nissan 350Z nicht unnötig in die Höhe zu treiben. Die einteilige Kardanwelle ist aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff gefertigt, was ebenfalls zur Gewichtsreduktion beiträgt. Ein Visco-Sperrdifferential an der Hinterachse sorgt für die optimale Kraftübertragung. Eine Brembo-Sportbremse mit Aluminium-Bremssätteln sowie innenbelüfteten Bremsscheiben ist ein weiterer Beweis für die Sportlichkeit des 350Z.

Weil auf unnötige Technik und moderne Raffinessen verzichtete wurde, konnte der japanische Sportwagen zu günstigen Preisen angeboten werden. Das machte das Coupé sehr beliebt, während der Roadster nicht ganz so oft verkauft wurde. Wegen der fehlenden Dachkonstruktion wurde die Karosserie des Cabrios mit zusätzlichen Verstrebungen verstärkt. Im Vergleich zu seinem geschlossenen Bruder war der Roadster auch wegen der Verdeckkonstruktion rund 110 Kilogramm schwerer. Hinzu kamen die elektrisch verstellbaren Sitze, die bei allen Cabrio-Modellen zum Standard gehörten. Sie neigen sich beim Öffnen und Schließen des Verdecks leicht nach vorne, damit der Beifahrer mit seinem Kopf nicht an das Verdeck stößt. Nach vier Jahren wurde das Cabriolet ab Sommer 2009 durch seinen Nachfolger, den Nissan 370Z Roadster, abgelöst.

Die verschiedenen Modellvarianten des Nissan 350Z

In Deutschland war der Nissan 350Z Roadster nur wenige Jahre erhältlich, allerdings standen unterschiedliche Modellvarianten zur Auswahl, sodass Autokäufer aufpassen sollten. Unsere Nissan 350Z Kaufberatung verrät, welche Unterschiede zu finden sind: Als das Nissan Cabrio ab März 2005 auf den deutschen Markt kam, leistete der 3,5-Liter-V6 bis zu 280 PS. Zeitgleich wurden im Innenraum neue „Soft“-Lacke eingeführt, zudem besitzt das Fahrzeug im Vergleich zu den ersten Coupé-Modellen eine veränderte Gurtführung sowie weiche Polsterungen an der Mittelkonsole, um die Knie zu schützen.

Im September 2005, also nur wenige Monate nach dem Marktstart des Nissan 350Z Cabrio, setzten die Japaner eine erste Modellpflege um. Der Sportwagen wurde künftig mit LED-Rückleuchten und neuen Bi-Xenon-Frontscheinwerfern ausgeliefert. Zudem gab es kleine Anpassungen an der Stoßstange und dem Kühlergrill, der sich fortan durch zwei statt drei Querstreben auszeichnet. Hinzu kamen Aluminium-Applikationen im Innenraum, zusätzliche Stoffbezügen und (bei der Premium-Variante) ein DVD-Navigationssystem mit „Birdview“-Funktion.

Die größte Änderung betraf jedoch den Antrieb: Zwar blieb die Basis des VQ35DE-Motors weitgehend unberührt, allerdings stieg die Leistung des Sechszylinders auf 301 PS an. Dafür waren vor allem der optimierte Ansaugtrakt, ein reduziertes Gewicht von Kolben und Pleuel sowie verbesserte Nockenwellen mit variabler Auslassventilsteuerung verantwortlich. Insgesamt erfolgt die Kraftentfaltung beim verbesserten 3,5-Liter-Sauger deutlich homogener aus, sodass spürbare Leistungseinbrüche ausblieben. Im Vergleich zum Coupé, der etwas schneller wurde, blieben die Beschleunigungswerte beim Roadster allerdings unverändert.

Im Januar 2007 folgte eine weitere Modellpflege, bei der ebenfalls der Antrieb im Fokus stand. Der bisherige VQ35DE wurde durch den VQ35HR (für High Rev) ersetzt. Diese Weiterentwicklung des bisherigen Saugmotors, bei der rund 80 Prozent aller Bauteile verändert wurden, machte ein verändertes Verdichtungsverhältnis möglich, in dessen Folge die Leistung auf 313 PS anstieg. Äußerlich ist das Facelift-Modell an der ausgewölbten Motorhaube zu erkennen, die wegen des größeren Ansaugtrakts notwendig wurde. Ansonsten hat sich optisch nichts verändert, wobei im Innenraum künftig aktive Kopfstützen zum Einsatz kamen.

Gibt es Sondermodelle des Nissan 350Z Roadster?

Die Coupé-Version des Nissan 350Z war in verschiedenen Sondereditionen erhältlich, beispielsweise als limitierte „35th Anniversary Edition“ mit gelber Sonderlackierung oder als „Racing Edition“ in der exklusiven Farbe 'Pikes Peak Metallic Weiß' sowie Bilstein-Gewindefahrwerk. Auch ein sportlicher Nissan Nismo 350Z war zwischen 2007 und 2008 in Japan und Amerika zu kaufen. Darauf mussten Cabrio-Fans verzichten: Der Nissan 350Z Roadster war nicht als seltenes, exklusives bzw. limitiertes Sondermodell erhältlich.

Vorsicht bei US-Importen des Nissan 350Z Roadster!

Von den US-Importen sollten Autokäufer Abstand nehmen. Im Grunde genommen handelt es sich zwar um baugleiche Fahrzeuge, allerdings gibt es einige Unterschiede, die später für Probleme sorgen können - unter anderem bei der Zulassung in Deutschland. Ein Lampentausch ist notwendig, um das Fahrzeug anmelden zu können. Bei Modellen, die nicht mit der serienmäßigen Brembo-Bremsanlage ausgestattet sind, ist Vorsicht geboten, denn Ersatzteile sind hierzulande nur schwer zu besorgen. Auch die Variante mit Automatikgetriebe war in Deutschland nie erhältlich, sodass Interessenten von einem Kauf absehen sollten - auch, weil die Fünf-Gang-Automatik keine Freude macht.

Preisentwicklung: Was kostet ein Nissan 350Z Roadster?

Der Einführungspreis für den Nissan 350Z Roadster lag auf dem deutschen Markt damals bei 36.500 Euro. Ganz so viel müssen Autokäufer für einen Gebrauchtwagen nicht mehr auf den Tisch legen. Allerdings sind gute Fahrzeuge nicht günstig. Der Gebrauchtwagenmarkt ist ohnehin nicht überschwemmt, zudem wird es kaum möglich, ein Auto für unter 10.000 Euro zu finden. Sollte sich dennoch ein vermeintliches Schnäppchen finden lassen, ist Vorsicht geboten: Diese Autos haben meist eine hohe Laufleistung und sind nicht frei von Mängeln, Problemen und Schäden. Es ist daher ratsam, nach einem gebrauchten Nissan 350Z Roadster zwischen 14.000 und 18.000 Euro zu schauen, wenn es sich um die Motoren mit 280 bzw. 300 PS handeln soll.

Die Variante mit 313 PS kann an der Grenze von 20.000 Euro kratzen. Gut gepflegte Fahrzeuge, ohne Mängel und mit geringer Laufleistung, könnten auch teurer sein. Wer einen gebrauchten Nissan 350Z Roadster kaufen möchte, sollte von getunten Modellen Abstand nehmen. Nicht nur, dass es hierbei oft Probleme mit TÜV und Zulassung gibt, fallen entsprechende Fahrzeuge oft mit Mängeln und Folgeschäden auf. Es lohnt sich, nach einem Modell zu suchen, das sich weitgehend im Originalzustand befindet. Das könnte sich auch als lohnende Investition herausstellen: Die Wertentwicklung des Nissan 350Z ist aktuell sehr vielversprechend.

Die Ausstattung des Nissan 350Z im Überblick

Der Nissan 350Z Roadster ist serienmäßig gut ausgestattet. Dazu gehören beispielsweise die Klimaautomatik, die elektrisch verstellbaren Sportsitze sowie Bi-Xenon-Hauptscheinwerfer mit Hochdruckreinigungsanlage und die LED-Rückleuchten. Aus dem Werk rollt der Japaner mit polierten 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Für größtmögliche Sicherheit sorgen vier Airbags, das elektronische Stabilitätssystem (ESP) und die Sportbremsanlage von Brembo.

Gegen Aufpreis war der Roadster mit „Premium Pack“ erhältlich, das unter anderem beheizbare, schwarze Ledersitze mit orangefarbenen Nähten, eine Geschwindigkeitsregelanlage (Tempomat) und das Bose-Sound-System umfasste. Bei der 240-Watt-Soundanlage stand die Hörakustik beim Cabriofahren im Vordergrund: Gewisse Frequenzen, die bei geöffnetem Verdeck verloren gehen, wurden besonders verstärkt, um das Klangerlebnis zu optimieren.

Bei der Modellpflege im Jahr 2007 wurde der Innenraum deutlich aufgewertet: Die Ablagefächer wurden erweitert und großzügiger gestaltet, zudem sorgte die zusätzliche Aluminiumoptik für einen hochwertigeren Eindruck. Armaturenbrett und Mittelkonsole wurden aus weicheren Materialien gefertigt, sodass das Hartplastik-Feeling der Vergangenheit angehörte. Für die Basisausstattung waren neue Stoffbezüge für die Sitze erhältlich. Beim „Premium Pack“ gab es neue Ledereinsätze sowie ein optionales „Birdview“-DVD-Navigationssystem mit 7"-Farbmonitor. Er befindet sich oberhalb der Mittelkonsole, direkt unter den drei Zusatzinstrumenten, die Anzeigen für Öldruck, Bordspannung und den Bordcomputer bieten. Im Zuge der Modellpflege wurde auch die Servolenkung optimiert, die fortan geschwindigkeitsabhängig eingriff.

Das besondere Highlight des Nissan 350Z Roadster ist jedoch das elektrisch bedienbare Faltverdeck mit gläsernem Windschott. Das Stoffdach lässt sich in rund 20 Sekunden Öffnen oder Schließen, allerdings nur im Stand bei getretener Bremse und ohne eingelegten Gang. Bei der Entwicklung stand die Abdichtung besonders im Fokus, um ein Aufblähen des Stoffverdecks auf der Autobahn zu vermeiden. Deshalb rastet das geschlossene Verdeck an drei Stellen am Scheibenrahmen ein. An den Seitenscheiben sorgt eine S-förmige Gummilippe dafür, dass eine gute Abdichtung gegen Wind und Feuchtigkeit erzielt wird.

Wenn das Verdeck geöffnet ist, wird es in einer Verdeckwanne zwischen Innenraum und Kofferraum verstaut und mit einer in Wagenfarbe lackierten Abdeckung aus Kunststoff verschlossen. Dann sorgen die Höcker hinter den Sitzen gemeinsam mit dem Windschott aus Glas für eine optimierte Luftführung ohne Wirbel, sodass nur geringe Geräusche entstehen und das Fahrerlebnis verbessert wird.

Schwachstellen, Probleme und Unterhalt des Nissan 350Z

Der Unterhalt des Nissan 350Z Roadster ist nicht günstig. Die jährliche Kfz-Steuer liegt bei 236 Euro, hinzu kommen die Kosten für die Kfz-Versicherung: Haftpflicht und Teilkasko kosten mehrere hundert Euro, bei einer Vollkaskoversicherung kann es sogar vierstellig werden. Reparaturen sind ebenfalls teuer, wobei geübte Schrauber auch viele Aufgaben selbst erledigen können. Beim Verbrauch schlägt der 350Z offiziell mit bis zu zwölf Litern auf hundert Kilometern zu Buche. Bei sportlicher Fahrweise können es deutlich mehr sein, womit der Roadster kein Sparfuchs ist.

In den vergangenen Jahren fiel der Nissan 350Z Roadster mit verschiedenen Problemen und Mängeln auf. Dabei haben Fahrweise und Stellplatz allerdings großen Anteil, weshalb sich nicht jeder Fehler automatisch auf alle anderen Modelle übertragen lässt. Nichtsdestotrotz hat die Erfahrung gezeigt, dass der kultige Japaner immer wieder mit ähnlichen Schwächen auffällig wird. Wir zeigen die typischen Nissan 350Z Schwachstellen im Überblick.

Karosserie: Wenig Rost, solide Basis

Die Karosserie des Nissan 350Z bleibt weitestgehend unauffällig. Rost ist zwar durchaus ein Thema, aber vor allem bei Fahrzeugen ohne überdachten Stellplatz und übermäßiger Winternutzung. Garagenfahrzeuge befinden sich meist im guten Zustand. Sollte es zur Korrosion kommen, sind zunächst die Auspuffanlagen samt Flexrohre betroffen. Auch die W-Strebe gilt als Schwachstelle. Das Hitzeschild der Original-Kats ist dafür bekannt, dass es infolge der Rostbildung sogar abfallen kann. Deshalb droht bei der nächsten Hauptuntersuchung möglicherweise Ärger.

Ansonsten sollten Autokäufer auf die Türgriffe achten. Wenn der Griff auf der Tür reibt, kann die Zinkschicht auf dem Metall leiden - und das führt im Laufe der Jahre zur Rostbildung. Auch im Bereich der hinteren Kotflügel sollte auf die lästige Korrosion geachtet werden. Hier sorgen Steine und Schmutz, die während der Fahrt gegen den Lack geschleudert werden, dafür, dass die Schutzschicht ihre Wirkung verliert. Die Rostprobleme am Nissan 350Z Roadster treten also vor allem mit steigender Laufleistung und regelmäßigem Gebrauch auf. Grundlegende Probleme mit der Korrosion sind selten, denn die Basis ist solide.

Verdeck: Aufgepasst & hingeschaut!

Die Cabrioversion des Nissan 350Z fällt mit spezifischen Problemen auf. Das Gestänge verursacht bei häufiger Nutzung möglicherweise Risse im Verdeck, die nicht nur die Funktion beeinträchtigen, sondern auch für einen verstärkten Feuchtigkeitseintritt sorgen können. Deshalb ist vor allem zu prüfen, ob der Kofferraum trocken ist, denn hier sammelt sich bei den meisten Problemen das Wasser. Ein defektes Cabrioverdeck ist kein Ausschlusskriterium, denn im Fachhandel gibt es das Nissan 350Z Roadster Verdeck zum Nachkaufen. Wichtig ist nur, dass das Gestänge und die Dichtungen intakt sind, denn diese Teile werden nach Austausch des Stoffverdecks weiterverwendet.

Antrieb: Die größte Schwachstelle?

Die größte Schwachstelle des Nissan 350Z scheint der Motor zu sein, denn hier haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche Probleme offenbart. Wenn die Ölabstreifringe der Kolben verschlissen sind, kommt es zum erhöhten Ölverbrauch. Nicht nur deshalb ist der jährliche Ölwechsel mit Markenprodukten unumgänglich. Die regelmäßige Prüfung des Ölstands ist wichtig, wobei das vor allem beim VQ35DE-Motor nicht einfach ist. Hier sollte der Ölstab mindestens dreimal herausgezogen und sauber gemacht werden, um eine einigermaßen verlässliche Auskunft zum Ölstand geben zu können. Dieser Vorgang ist beim Nachfolger, dem VQ35HR, mit einem geraden Ölstab deutlich besser gelöst.

Eine defekte Ölpumpe ist keine Seltenheit, deshalb sollte der Öldruck auf der Anzeige im Innenraum stets im Blick gehalten werden. Hinzu kommen leckende Ventildeckeldichtungen sowie defekte Zündspulen (meist Fehler P0305) und Drosselklappen beim VQ35HR. Letzteres ist besonders ärgerlich, weil das Ersatzteil rund 2.000 Euro kostet und der Nissan 350Z auch noch zwei davon hat. 

Die Motoren des Nissan 350Z Roadster sind mit Steuerketten ausgestattet, die grundsätzlich wartungsarm sind. Ein Rasseln beim Kaltstart deutet auf eingelaufene Führungen oder gelängte Steuerketten hin. Im schlimmsten Fall gibt der Nockenwellensensor eine Fehlermeldung aus. Dann ist die Kette schnellstmöglich zu wechseln, um Folgeschäden zu vermeiden. Es ist ratsam, die Wechselintervalle einzuhalten: Alle 60.000 Kilometer sind ein neuer Keilrippenriemen sowie frisches Getriebe- und Differenzialöl fällig. Bei 90.000 Kilometern sollten die Zündkerzen gewechselt werden. Nach 120.000 Kilometern ist empfehlenswert, das Ventilspiel zu prüfen und einzustellen, auch wenn das mit Aufwand verbunden und dementsprechend teuer (ca. 1200 Euro) ist.

Kleine Probleme an Fahrwerk, Bremse & Elektrik

Weitere Mängel am Nissan 350Z betreffen die Stellmotoren der Fensterheber, die konstruktionsbedingte Mängel aufweisen. Die Kohlestifte verschleißen zu schnell, was zum Defekt führt. Ein neuer Motor kostet über 600 Euro, weshalb viele Autobesitzer auf eine Neuanschaffung verzichten. Dann ist es meist ein Glücksspiel, ob sich die Fenster öffnen und schließen lassen. Infolge der Sitzverstellung kann der Kabelbaum unter den Sitzen leiden, meist im Bereich der Steckverbindungen. Dann sind Fehlermeldungen, insbesondere mit dem Airbag, nicht anzuschließen.

Bei den Vor-Facelift-Modellen mit 280 PS werden die Scheinwerfer blind. Eine Aufbereitung ist möglich, allerdings lässt sich nicht ausschließen, dass es früher oder später zum gleichen Problem kommt. Schlimmer ist es aber, wenn der Scheinwerfer ersetzt werden muss, denn neue Frontleuchten kosten über 1.000 Euro. Hier ist es ratsam, auf einem Schrottplatz oder im Internet nach gebrauchten Scheinwerfern zu suchen. Bei den alten Rückleuchten (Halogen) kommt es verstärkt zur Ansammlung von Kondenswasser, sodass ein Austausch empfehlenswert ist. Hier können die neuen LED-Rückleuchten (mit E-Nummer!) verbaut werden.

Die Gasdämpfer an der Heckklappe verlieren im Laufe der Jahre an Kraft und halten die Klappe nur noch mit Mühe offen. Ein Austausch durch neue, verstärkte Heckklappendämpfer ist ratsam und nicht teuer. Im Bereich des Fahrwerks sollte auf die Traggelenke an der Vorderachse geachtet werden. Insbesondere bei den ersten Modellen reißt gerne der Balg auf, sodass Fett austritt. Das führt zu Folgeschäden. Beim Fahren lassen sich derartige Probleme in der Regel durch ein Klacken an der Vorderachse erkennen. Auch ein prüfender Blick ist empfehlenswert!

Unser Fazit zum Nissan 350Z Roadster

Wer einen Nissan 350Z Roadster kaufen möchte und ein gutes Angebot findet, sollte nicht lange zögern. Der kultige Japaner ist im Unterhalt zwar nicht ganz günstig, vermittelt im Gegenzug aber größten Fahrspaß und typisches Cabrio-Feeling. Empfehlenswert sind die Modelle nach der Modellpflege, mit dem stärkeren VQ35HR-Motor, der grundsätzlich etwas weniger Probleme bereitet. Aber auch vom VQ35DE mit 280 PS wird nicht grundsätzlich abgeraten. Wichtig ist nur, dass man sich für das seltene Cabriolet begeistern kann und auch bereit ist, im Zweifel etwas Geld zu investieren oder einige Wochen auf Ersatzteile aus Amerika zu warten. Dann ist der Nissan 350Z Roadster eine gute Wahl.

Bildnachweis: Sue Thatcher

Autor des Artikels
Sönke Brederlow
Sönke Brederlow
Sönke Brederlow ist Rennfahrer, Journalist und Fahrzeugingenieur. Im Leben des Kölners dreht sich alles um das Automobil. Sönke hat ein abgeschlossenes Bachelorstudium der Fahrzeugtechnik, was ihn bei der täglichen Arbeit als Motorsport-Journalist und Rennfahrer unterstützt.
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