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Kauf-gebrauchtes-Cabrio-Tipps

04.11.25

Kaufberatung für ein gebrauchtes Cabrio: Darauf kommt es an

Inhaltsverzeichnis

  1. Ein gebrauchtes Cabrio kaufen: Worauf ist zu achten?
  2. Ein Cabrio gebraucht kaufen: Hardtop oder Softtop?
  3. Stoffverdeck vs. Hardtop bei Cabrio-Gebrauchtwagen: Vorteile & Nachteile
  4. Kosten für Reparaturen am Cabrio-Verdeck
  5. Die wichtigsten Tipps für den Kauf eines gebrauchten Cabrios
  6. Die typischen Mängel bei einem gebrauchten Cabrio
  7. Hilfreiche Checkliste, um ein gebrauchtes Cabrio zu kaufen
  8. Häufig gestellte Fragen zum Kauf eines gebrauchten Cabrios
  9. Fazit

Ein Cabrio ist mehr als nur ein Auto. Es ist ein Versprechen für Freiheit, Sommer und das pure Leben: Der Wind im Haar und die Sonne auf der Haut sind jedes Mal wie ein kleiner Urlaub auf Rädern. Doch bevor du dich spontan verliebst und den Kaufvertrag unterschreibst, lohnt es sich zunächst, einen kühlen Kopf zu bewahren. 

Denn auch, wenn schon der erste Blick auf ein gebrauchtes Cabrio dein Herz höherschlagen lässt, steckt der Teufel oft im Detail. Diese Kaufberatung für ein gebrauchtes Cabrio soll dir dabei helfen, den klassischen Stolperfallen aus dem Weg zu gehen. Denn mit der richtigen Vorbereitung bleibt der Traum vom offenen Fahren kein Sommermärchen, sondern wird für dich schon bald zur Realität.

1. Ein gebrauchtes Cabrio kaufen: Worauf ist zu achten?

Zuerst gilt es, die passende Fahrzeugklasse zu wählen: Ein kleiner Stadtflitzer wie das Fiat 500 Cabrio hat zwar Charme, besitzt allerdings kaum mehr als ein vergrößertes Schiebedach und wenig Kofferraumvolumen. Bewegst du dich im Kompakt- oder Mittelklasse-Segment, findest du sportlichere Modelle mit größerem Platzangebot. Familienfreundliche Cabrios sind selten, aber mit etwas Suche durchaus verfügbar.

Überlege außerdem, wie du das Auto nutzen wirst: Bei viel Fahrleistung (ab etwa 10.000 Kilometer pro Jahr) kann ein Dieselmotor sinnvoll sein, wobei Cabrio-Modelle mit Selbstzünder eher die Seltenheit sind. Bei einer gelegentlichen Nutzung oder einem sportlichen Fahren sind hingegen klassische Benziner meist ausreichend und vor allem auch günstiger in Anschaffung und Unterhalt. Der Antrieb des Cabrios spielt ebenfalls eine Rolle: Cabriolets mit Frontantrieb gelten im Alltag oft als sicherer (vor allem bei schlechtem Wetter), bieten in der Regel zusätzlich mehr Kofferraumvolumen und sind günstiger in Kauf und Unterhalt. 

Ein Allrad- oder Heckantrieb bringt fahrdynamische Vorteile, was vor allem die sportlicheren Fahrer zu schätzen wissen. Kurzum: Mache dir zuvor Gedanken und entscheide dich für ein Modell, das zu deinen persönlichen Bedürfnissen passt.

2. Ein Cabrio gebraucht kaufen: Hardtop oder Softtop?

Bei der Entscheidung zwischen Stoffdach und Hardtop, also einer Variante des klassischen Stahldachs, dominiert meist der persönliche Geschmack. Das klassische Cabrio-Feeling vermittelt oft nur ein Stoffverdeck, während ein faltbares Stahldach im geschlossenen Zustand mehr an ein Coupé erinnert. Die sogenannten Hardtops waren früher im Vorteil, weil sie deutlich leiser, wärmer und auch sicherer waren als ein Stoffverdeck. 

Mittlerweile befinden sich beide Varianten jedoch auf gleichem Niveau. Ein Stoffverdeck ist aber leichter, senkt das Gesamtgewicht des Fahrzeugs und verbraucht damit tendenziell weniger Sprit. Im Gegenzug benötigt ein Stoffdach mehr Pflege: Das Verdeck muss regelmäßig gereinigt und imprägniert werden, damit es nicht ausbleicht oder gar undicht wird. Ein Stahldach dagegen ist lackiert und robuster gegen äußere Verschmutzung, dafür aber anfälliger für Kratzer und Dellen. Es bleibt also eine Frage des persönlichen Geschmacks, für welche Variante du dich beim gebrauchten Cabrio entscheidest.


3. Stoffverdeck vs. Hardtop bei Cabrio-Gebrauchtwagen: Vorteile & Nachteile

Das herkömmliche Stoffverdeck überzeugt vor allem bei Gewicht und Optik: Cabriolets mit Stoffdach wirken klassisch und sparen Gewicht, was den Fahrspaß erhöhen kann. Außerdem sind Stoffdächer heutzutage so gut gedämmt, dass sie in puncto Lärmschutz und Wärme fast mit einem Stahldach mithalten können. 

Ihr Nachteil ist jedoch die Pflegeintensität: Ein Stoffverdeck solltest du regelmäßig imprägnieren, und hartnäckige Verschmutzungen (etwa Baumharz oder Vogelkot) lassen sich nur schwer vollständig entfernen. Im Alter zeigen Stoffdächer zudem Risse an den Faltstellen oder Verfärbungen, die auf eine Materialermüdung hinweisen. 

Ein Hardtop bietet in dieser Hinsicht einen Vorteil: Weil es lackiert ist, kannst du kleine Kratzer und Schmutz relativ leicht wegpolieren oder entfernen. Zudem schützt es die Insassen im Winter etwas besser vor Kälte und bietet grundsätzlich einen besseren Diebstahlschutz. Im Alter neigen Stahlfaltdächer zu Quietschen und Undichtigkeiten an den Klappmechaniken. Zudem erfordern sie oft kompliziertere Mechanismen, was die Wartung verteuert oder sogar kostenintensive Reparaturen notwendig macht. 

Kurzum: Ein Cabrio mit klassischem Stoffverdeck ist oft die bessere Wahl, allein schon aus optischen Gründen. Nicht ohne Grund haben viele Hersteller das Hardtop mittlerweile aus dem Portfolio gestrichen.


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4. Kosten für Reparaturen am Cabrio-Verdeck

Ein Cabrioverdeck kann mit der Zeit leiden und Schäden nehmen, egal ob Hardtop oder Stoffverdeck, und die Reparatur mit Originalteilen ist meist teuer: Ein komplett neues Verdeck samt Mechanik kostet beim Hersteller je nach Modell mehrere hundert bis tausend Euro. Ein Hardtop ist oft teurer als ein Softtop. Dennoch sollte ein Schaden oder ein unschöner Fleck am Stoffverdeck kein Ausschlusskriterium beim Kauf eines gebrauchten Cabrios sein. 

Im Fachhandel gibt es für die meisten gebrauchten Cabrios ein passendes Ersatzverdeck, das sich meist kostengünstig ersetzen lässt und beim Gebrauchtwagenkauf sogar zum "Gamechanger" werden kann: Denn ein schadhaftes Verdeck kann als gutes Argument dienen, um den Preis zu drücken. Anschließend lässt sich das Verdeck tauschen und der Wert des Cabrios somit wieder deutlich steigern. Wichtig ist in diesem Fall nur, dass der Verdeckmechanismus einwandfrei funktioniert.


5. Die wichtigsten Tipps für den Kauf eines gebrauchten Cabrios

Kaufe ein gebrauchtes Cabrio niemals blind: Besichtige den Gebrauchtwagen immer persönlich. Nimm dir Zeit und begutachte das Fahrzeug möglichst bei Tageslicht und guter Sicht. Dadurch lassen sich Schäden gerade am Cabrioverdeck besser erkennen als im Schatten oder bei Nacht. Und: Bringe eine zweite Person zur Begutachtung mit, denn vier Augen sehen immer mehr als zwei. 

Ein Cabrio zeichnet sich durch sein Verdeck aus: Teste daher unbedingt die Funktion des Faltdachs. Überzeuge dich, dass es sich leicht und vollständig öffnet und schließt, ohne zu ruckeln oder ungewöhnliche Geräusche zu machen. Lasse dir die Dachverriegelung demonstrieren und prüfe auf Windgeräusche. Mache eine Probefahrt: Dabei sollte das Fahrzeug auf der Autobahn, auf Landstraßen und in der Stadt gefahren werden. Nimm nach Möglichkeit eine Begleitperson mit, die dich auf Geräusche und andere Auffälligkeiten hinweisen kann. 

Ansonsten gelten die klassischen Tipps, die auch beim normalen Gebrauchtwagenkauf zu beachten sind: Inspiziere das Auto rundherum auf Roststellen, Dellen oder Kratzer. Achte darauf, dass der Verkäufer dir alle relevanten Unterlagen vorlegt, also ein vollständiges Scheckheft, HU-Protokolle und Rechnungen über Wartungen. Ein seriöser Verkäufer informiert dich offen über Vorschäden oder Reparaturen. Frage gezielt nach, ob das Cabrio unfallfrei ist und ob anstehende Reparaturen (zum Beispiel am Verdeck) schon durchgeführt wurden. 

Prüfe den Kilometerstand kritisch: Experten vermuten, dass etwa jedes dritte Gebrauchtfahrzeug manipulierte Tachos aufweist. Bestehe daher darauf, dass im Kaufvertrag nicht nur der abgelesene Tachostand, sondern auch die Gesamtfahrleistung korrekt vermerkt ist. Stimmen Wartungsnachweise und Lackzustand mit der angegebenen Laufleistung überein? Lasse dich zudem niemals unter Druck setzen: Ein vertrauenswürdiger Verkäufer drängt dich nicht zu einer schnellen Entscheidung.

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6. Die typischen Mängel bei einem gebrauchten Cabrio

Damit der Autokauf nicht zum Reinfall wird, ist es wichtig, die typischen Mängel bei einem gebrauchten Cabriolet zu kennen. Hast du vielleicht schon ein bestimmtes Fahrzeug im Visier? Dann lohnt sich ein Blick in eine gezielte Kaufberatung, denn dort findest du die bekannten Problemzonen und Besonderheiten des jeweiligen Modells. Wer sich noch nicht festgelegt hat, sollte die allgemeinen Klassiker unter den Cabrio-Mängeln kennen, denn manche Schwächen gelten für nahezu alle Modelle. 

Verdeck als klassische Schwachstelle beim Cabriolet 

Das Cabrioverdeck ist oft die größte Schwachstelle eines gebrauchten Fahrzeugs. Die Stoff- oder Vinylverdecke werden mit der Zeit porös und reißen besonders an den Faltstellen oder Nähten. Alte, versprödete Nahtstellen sind dann häufige Ursachen für Undichtigkeiten. Auch die Gummidichtungen rund um das Dach altern und können spröde werden, sodass in der Folge ebenfalls Wasser ins Fahrzeug gelangt oder es zu Pfeifgeräuschen durch Fahrtwind kommt. 

Aber auch die mechanischen Teile des Verdecks, insbesondere die Hydraulik, das Gestänge oder elektrische Motoren, können mit den Jahren ebenfalls schwergängig werden oder sogar komplett ausfallen. Wer ein gebrauchtes Cabrio kauft, der sollte deshalb ein besonderes Augenmerk auf Risse, feuchte Stellen oder Stockflecken am Innenhimmel sowie ein problemloses Öffnen und Schließen des Verdecks legen. 

Warum Motor und Co. meist kein Problem darstellen 

Anders als das Verdeck gelten Motor und Getriebe eines gebrauchten Cabrios nur selten als Schwachpunkt, wobei Ausnahmen möglich sind. Das liegt meist daran, dass es sich um Zweitwagen oder Garagenfahrzeuge handelt, die überwiegend im Sommer gefahren werden. Sofern Ölwechsel und die üblichen Wartungen rechtzeitig durchgeführt werden, sind hier keine Cabrio-typischen Defekte zu erwarten. Dennoch sollte eine gründliche Kontrolle nicht fehlen. 

Viele Cabrios basieren technisch auf den geschlossenen Coupé- oder Limousinen-Varianten derselben Baureihen, sodass Motorisierung und Antrieb identisch sind. Es ist daher ratsam, auf die bekannten Schwachstellen des jeweiligen Modells zu achten und auch die Kaufberatungen der „normalen“ Versionen ins Auge zu fassen. Achte bei der Probefahrt auf ungewöhnliche Motorgeräusche und prüfe Kühlwasser und Ölstand. 

Das Fahrwerk eines gebrauchten Cabriolets im Fokus 

Dem Fahrwerk sollte wiederum eine besondere Beachtung geschenkt werden, denn Cabrios sind oft (auch nachträglich) etwas sportlicher abgestimmt und daher zum Beispiel mit härteren Federn und Dämpfern ausgestattet. Außerdem sind Cabrios aufgrund der zusätzlichen Verstärkung mehrheitlich schwerer als normale Autos, was das Fahrwerk zusätzlich belastet. 

Heißt im Klartext: Abgenutzte Stoßdämpfer, quietschende Gummilager oder ausgeschlagene Spurstangen können sich deutlicher bemerkbar machen als bei vielen anderen Autos. Auch die lange Standzeit im Winter ist nicht immer förderlich, weder für die Reifen noch für die Gelenke. Deshalb ist es ratsam, das gebrauchte Cabrio vor dem Kauf einmal auf die Hebebühne zu stellen, um einen Blick auf das Fahrwerk zu werfen und die Gummilager prüfen zu können.

7. Die typischen Mängel bei einem gebrauchten Cabrio

Damit beim Besichtigungstermin eines gebrauchten Cabrios nichts vergessen wird, kann eine entsprechende Checkliste sinnvoll sein. Sie sorgt dafür, dass man nicht nur die offensichtlichen Dinge im Blick behält, sondern auch auf die Details achtet. So entgeht man bösen Überraschungen nach dem Kauf und kann mit einem sicheren Gefühl in die nächste Cabrio-Saison starten.

Roststellen und Unterbodenprüfung für ein gebrauchtes Cabrio 

  • Typische Roststellen: Schweller, A-Säule am Übergang, Radläufe, Unterboden, Domlager (Federbeindome), Türunterkanten sowie bei einem Wassereintritt auch der Kofferraumboden.
  • Prüfmethoden: klassische Sichtkontrolle, im Idealfall eine Hebebühne oder Wagenheber benutzen, auch auf Reparaturstellen (etwa Spachtel oder Farbunterschiede durch Nachlackieren) achten. 
  • Achtung bei Unsicherheiten: Im Zweifel lieber einen Fachmann mit Spezialgerät (Endoskopkamera) schauen lassen, denn ein Wassereintritt im Bereich des Verdecks führen nicht selten zu unscheinbarem Rost von inne.

Gebrauchtes Cabrio: Dichtungen und Wasserlecks prüfen 

  • Cabrio-Wassertest: Das Verdeck mit einer Wasserkanne oder Schlauch (kein Hochdruck!) prüfen oder in Absprache mit dem Verkäufer durch die Waschanlage fahren: dabei auf Wasser im Kofferraum, hinter Sitzen und Fußraum achten. 
  • Feuchtigkeitsspuren: Stockflecken am Innenhimmel, Verfärbungen im Teppich oder ein muffiger Geruch können auf frühere Undichtigkeiten hindeuten. 
  • Dichtungsprüfung: Gummi muss elastisch sein, nicht hart oder gar spröde und rissig. Bei Stoffverdecken sind auch Klemmleisten und Dichtlippen zu prüfen.

Die wichtige Verdeckprüfung beim gebrauchten Cabrio

  • Vollständiger Öffnungs- und Schließvorgang: Das Verdeck mehrmals komplett Öffnen und Schließen, und dabei auf einen reibungslosen Lauf ohne Haken oder ungewöhnliche Geräusche achten. 
  • Wechsel zwischen manueller und elektrischer Unterstützung: Bei elektromechanischen Systemen sind alle verfügbaren Modi, also auch die manuelle Bedienung, zu testen. 
  • Klassische Kontrollpunkte: Führungsschienen, Verschlüsse, Verriegelungen und Spannseile kontrollieren. Falls möglich auch den Hydraulikölstand prüfen. 
  • Optik: auf mögliches Ausbleichen, Flicken und Reparaturstellen achten. Auch die Nahtstellen sollten in Ordnung sein, denn hier tritt oft Feuchtigkeit ein.   

Motor und Getriebe: Prüfung beim gebrauchten Cabrio

  • Kaltstart & Warmstart: Motor beim Kaltstart abhören und auf eventuelle Geräusche (Klopfen, Rasseln) sowie die Abgasfarbe (z.B. weiß oder bläulich) achten. Aufgepasst, wenn der Motor vor der Besichtigung warmgelaufen ist. 
  • Öl & Kühlwasser kontrollieren: Nicht nur Füllstand und den Zeitpunkt des letzten Wechsels, sondern auch Konsistenz, Farbe und Geruch prüfen. 
  • Getriebe: Bei einer Automatik unbedingt einen Fokus auf die Schaltqualität legen, beim manuellen Schaltgetriebe mit Kupplung vor allem die reibungslose Funktion beim Schaltvorgang testen.

Probefahrt mit dem gebrauchten Cabrio: Tipps & Grundlagen 

  • Dauer: Die Probefahrt sollte mindestens 20 bis 30 Minuten dauern, inklusive einer Fahrt mit höherem Tempo auf der Autobahn sowie auf unebenem Untergrund, etwa auf der Landstraße. 
  • Auffälligkeiten: Lenkpräzision, Bremsverhalten, Beschleunigungswerte und Geräuschkulisse bei verschiedenen Geschwindigkeiten bewerten. Ebenso auf Drehzahlschwankungen und mögliche Leistungsverluste achten. 
  • Verdeck: Bei einem Cabrio sollte die Probefahrt unbedingt mit offenem und geschlossenem Dach durchgeführt werden, denn Windgeräusche und Dichtigkeit können sich mitunter stark unterscheiden. 
  • Zusätzliche Checks: Ein Test von Bremsweg (bei sicherer Umgebung) sowie Lenkspiel ist ratsam, zudem sollte auf mögliche Fehlermeldungen im Kombiinstrument geachtet werden.

8. Häufig gestellte Fragen zum Kauf eines gebrauchten Cabrios

Ein gebrauchtes Cabrio für Einsteiger: Worauf solltest du achten?

Als Cabrio-Anfänger wählst du am besten ein kompaktes, leicht zu handhabendes Modell, wie zum Beispiel den Mazda MX-5 oder einen BMW 3er. Diese Modelle sind relativ günstig und auch im Unterhalt meist nicht teuer. Ein guter Allgemeinzustand ist ratsam, damit nicht schon in wenigen Wochen die ersten Probleme drohen. Wichtig ist außerdem, dass du dich schon bei der Probefahrt im Auto wohlfühlst – denn ein Cabrio soll vor allem Spaß machen. 

Welche Papiere brauche ich beim Kauf eines gebrauchten Cabrios? 

Wie bei jedem Autokauf werden Zulassungsbescheinigung Teil I und II (Fahrzeugschein/Brief) sowie aktuelle TÜV-Berichte gebraucht. Darüber hinaus sind alle vorhandenen Servicehefte und Reparaturrechnungen empfehlenswert. Achte darauf, dass die Fahrgestellnummer in den Papieren mit der Nummer am Fahrzeug übereinstimmt. Wenn wichtige Dokumente fehlen, solltest du Nachfragen stellen oder vom Kauf Abstand nehmen. 

Wann ist die beste Zeit im Jahr, um ein Cabrio zu kaufen? Entgegen landläufigen Meinungen ist der Kaufzeitpunkt für ein Cabrio weitgehend unerheblich. Diverse Analysen zeigen, dass es keine nennenswerten Preisvorteile in der Wintersaison gibt. Der Markt bietet ganzjährig eine große Auswahl; im Sommer sind durch die starke Nachfrage eher weniger günstige Gelegenheiten zu erwarten, im Winter liegt zwar viel Angebot vor, die Preise bleiben jedoch stabil. Entscheidend ist vielmehr, ein gepflegtes Modell zu finden, auch unabhängig von der Jahreszeit. 

Was sind häufige Mängel bei gebrauchten Cabrios? 

Die typischen Probleme liegen am Verdeck: Oft finden sich Risse oder Löcher im Dachmaterial. Versprödetes Material verursacht Undichtigkeiten, insbesondere an den Nahtstellen. Auch undichte Schlösser oder defekte Hydraulikzylinder kommen vor, zudem ist auf Rost zu achten. Am Fahrwerk können gerissene Gummilager, ausgeschlagene Kugelgelenke oder defekte Stoßdämpfer auftreten. 

Welche Fragen solltest du dem Verkäufer eines gebrauchten Cabrios stellen? 

Frage den Verkäufer ausdrücklich nach der Fahrzeughistorie: Wie viele Vorbesitzer gab es? Ist das Cabrio unfallfrei? Sind irgendwelche Schäden bekannt? Wurde das Verdeck schon einmal erneuert oder repariert? Wie wurde das Auto überwiegend abgestellt? Wichtig: Notiere alle zugesicherten Merkmale (z.B. niedrige Laufleistung, seit Jahren unfallfrei) schriftlich im Kaufvertrag. 

Wie lassen sich Gebrauchsspuren beim Cabrio am Dach erkennen? 

Beim Stoff- oder Vinyldach erkennt man Abnutzungen oft an kleinen Rissen entlang der Faltstellen und Nähte. Schau nach eingerissenen Fasern oder Löchern, vor allem dort, wo das Dach geknickt bzw. gefaltet wird. Auch Verfärbungen und Flecken deuten auf Materialalterung oder mangelnde Pflege hin. Ein porös wirkendes oder ausgebleichtes Verdeck weist auf Einschränkungen beim Wetterschutz und den Stellplatz (Stichwort: UV-Strahlung) hin. 

9. Fazit: Ein gebrauchtes Cabrio kaufen ist nicht schwer, wenn ... 

… du dir genügend Zeit für die Wahl des passenden Modells, die anschließende Besichtigung und eine Probefahrt nimmst. Gehe strukturiert vor: Wähle ein Cabrio, das zu deinen Bedürfnissen passt, und begutachte es ganzheitlich – vom Motor über Fahrwerk und Karosserie bis hin zum Verdeck. Überprüfe alle Dokumente, bestehe auf transparente Auskünfte und nimm einen erfahrenen Begleiter mit. Wenn Fahrgefühl und Zustand stimmen, kannst du so entspannt wie offen die Vorzüge deines (neuen) gebrauchten Cabrios genießen.


Bildnachweis: Foto von Domantas Rūtėnas auf Unsplash